8. April,2008...1:01

Gebt den Ultras ein Zuhause!

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Viel Unverständnis in der Presselandschaft ernten die Aktionen der Nürnberg-Fans am vergangenen Wochenende in Frankfurt. Der DFB nimmt gar die „friedlichen“ Fans in die Pflicht.
Leider gibt es vor lauter Aufregung keine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema. Stattdessen werden sogenannte Ultras in Sippenhaft genommen und düster italienische Zustände an die Wand gemalt.

Wer diesen sogenannten Ausschreitungen auf den Grund gehen will, muss sich die Seele der Ultras anschauen. Sie sehen sich als letzte, wahre Fans, die anderen sind nur passive Konsumenten. Und tatsächlich wäre ohne sie in den meisten Bundesliga-Stadien tote Hose. Sie stellen das Gros der Auswärtsfahrer und verantworten fast alle Choreographien und neue Stadionsongs. Trotzdem haben sie das Gefühl, nicht als das akzeptiert zu werden, was sie sind: Fanatiker, die ihren Verein über alles lieben. Während ihre Lieder vom Stadion-TV übertönt werden, werden die aufwändigen Choreographien gar nicht erst ins Fernsehbild gerückt. Das erzeugt Frust.
Wer den Ultras nun ein Zuhause, eine friedliche Plattform gibt, die sie kreativ nutzen können, der könnte Zwischenfälle wie in Frankfurt verhindern. Ob das nun Choreographie-Wettbewerbe oder kontrollierte Pyrotechnik-Shows sind, die es in der Vergangenheit in Deutschland sogar gab und im Ausland immer noch gibt, ist egal. Das wichtigste ist, den engagierten Fans das Signal zu geben, ihr Einsatz werde in irgendeiner Form honoriert. Sonst suchen sich die Jungs ein Ventil, wie in Frankfurt.

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