Das war der 7. Spieltag

Es folgt eine kurze Zusammenfassung der prägendsten Ereignisse des 7. Spieltags: 

Tor der Woche (Lukas-Podolski-Gedächtnispreis):
Christian Rahn (Rostock). Ging bei seinem wuchtigen Kopfball zur 2:1-Führung bei der Hertha dahin, wo es weh tut. Ein Treffer als Ausdruck reinster Willenskraft.

Vorarbeit der Woche (Johan-Micoud-Gedächtnispreis):
Toni Kroos (Bayern).  Das angebliche Jahrhunderttalent legte gegen Cottbus nach seiner Einwechslung Miro Klose gleich 2 Treffer  auf. Ob das allerdings auch bei einer erstligareifen Defensive so geklappt hätte, wage ich zu bezweifeln.

Torjubel der Woche (Giovane-Elber-Gedächtnispreis):
Stefan Kießling (Leverkusen). Wurde nur Sekunden nachdem er den Ball über die Linie drückte, von Nürnbergs Pinola frustriert umgesenst. Vergaß aber vor lauter Endorphinen den Schmerz, rappelte sich auf und stapfte langsam und dezent jubelnd aus dem feindlichen Strafraum.

Depp der Woche (Schalke 04-Gedächtnispreis):
Frank Ribery (Bayern). Übersah den ausgetreckten Arm von Schiedsrichter Weiner und zirkelte einen indirekten Freistoss zu direkt ins Tor. Herrlich, wie er, Altintop und Ze Roberto erst nach ca. zehn Sekunden Jubel vom schadenfrohen Linienrichter auf die Ungültigkeit des vermeintlichen Traumtores aufmerksam gemacht wurden. Die Jungs guckten so, als ob ihnen die Matchbox-Sammlung geklaut wurde.

Trainer der Woche (Sepp-Herberger-Gedächtnispreis):
Michael Skibbe (Leverkusen). Tiefponyträger Skibbe kam nach dem 2:1 seiner Jungs in Nürnberg endlich einmal aus sich heraus und zeigte Ansätze von Emotionen. Die Leverkusener sind auf dem besten Wege eine der positiven Überraschungen der Saison zu werden.

Pfeife der Woche (Uwe-Kemmling-Gedächtnispreis):
Peter Gagelmann (Nürnberg-Leverkusen). Übersah den Ausflug (des) Adlers, der Rot hätte nach sich ziehen müssen, genauso wie Pinolas oben erwähnte Frustsense gegen den eine Sekunde alten Torschütze Kießling.

Totalausfall der Woche (Roque-Santa-Cruz-Gedächtnispreis):
Markus Brzenska (Dortmund). Bildete mit Christian Wörns eine Slapstick-Innenverteidigung. Während Brzenska beim ersten Tor nur vordergründig blöd aussieht, als er mit Keeper Weidenfeller Teile des Kamasutra ausprobiert, vertändelt er beim dritten Tor den Ball in C-Jugend-Manier an Olic. Kollege Wörns unterstrich noch einmal Klinsmann Entschluß ihn vom Sommermärchen fernzuhalten und ließ Guerrero vor dem 2:0 einfach passieren.

Realitätsverlust der Woche (Christoph-Daum-Gedächtnispreis):
Ulrich Lepsch (Cottbus). Der Sparkassen-Fritze wollte wohl sein mieses Image aufbessern und grinste in München in jede Kamera. Dabei sollte er sich lieber ein paar Tage verkriechen, die Lausitz ist noch erzürnt.

Weichei der Woche (Andi-Möller-Gedächtnispreis):
Artur Wichniarek (Bielefeld). Schaute nach seinem verursachten Handelfmeter so mitleidig zu Schiri…herzerreißend.

Tritt der Woche (Thorsten-Legat-Gedächtnispreis):
Auch auf die Gefahr der Dopplung: Pinolas Sense gegen Kießling.

Torwartgurke der Woche (Tomislav-Piplica-Gedächtnispreis):
Tom Starke (Duisburg). Hatte sich wohl gerade die Hände frisch eingecremt, als er Bordons langen Ball durch die Finger flutschen und vor die Füße von Altintop prallen ließ. Der bedankte sich artig.
Aber auch Tomislav Piplica leistete sich beim 0:1 einen ähnlichen Lapsus, der die Moral der bis dahin recht sicheren Cottbus-Abwehr zusammenbrechen ließ. Aufgrund diverser guter Reflexe in diesem Spiel aber, bekommt er diese Woche nicht diesen, seinen Preis.

Tipp der Woche (Robert-Hoyzer-Gedächtnispreis):
Der gemeine Zocker hätte z.B. bei Oddset seinen Einsatz verfünffachen können, hätte er auf den Sieg der Rostocker beim bis dato selbsternannten Bayernjäger Hertha BSC Berlin getippt.

Fangruppe der Woche:
Die nach Berlin mitgereisten Rostocker konnten den ersten Bundesliga-Auswärtssieg seit dem 05. März 2005 feiern.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Fussi

Eine Antwort zu “Das war der 7. Spieltag

  1. GOTT

    Also ich glaube die „Vorarbeit der Woche“ ist nur aus Mangel an Alternativen auf Toni Kroos gefallen, denn an diesem Tag hätten jeder Spieler der Welt einfach mal so einen Ball blind in die blinde Deckung der Cottbusser schlagen können und ein Weltklasse-Stürmer wie Klose erledigt dann halt den Rest.

    Ich fand die Billiardversuche der Nürnberger Verteidigung vor dem 1:2 waren da schon viel schwieriger in Sachen Winkelberechnung, Einschätzung der Windverhältnisse und der unkoordinierte Bewegungen der Mit- bzw. Gegenspieler auf dem Seifenboden im Frankenstadion.

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